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Unerträglich?


Heute bin ich über den Beitrag "Es geht um Liebe" im Blog von SOLEILrouges Blog gestoßen, der mich nachdenklich gemacht hat.

Sie beschreibt was sie gefühlt hat, als sie vor einem Jahr vom Tod von Michael Jackson erfahren hat.

Denken wir doch nur all zu oft, dass das Leben immer so weiter geht. Aber eines ist das einzige was wirklich gewiss ist, wir werden alle sterben.
Manch einer findet Trost in einer Religion, die ihm ein Leben nach dem Tod verspricht oder gar eine Wiedergeburt. Wäre es denn wirklich so unerträglich zu wissen, dass es irgend wann einfach aus ist?

Nachdem im letzten Jahr zuerst mein Vater und dann meine Mutter verstorben sind, scheint es nun mit den Schwiegereltern meines Bruders zu Ende zu gehen. Sie 83, Er 92 ein Leben lang zusammen gelebt und geliebt. Die einzige Tochter, meine Schwägerin, mit 53 als Mutter von 6 Kindern an Brustkrebs schon vor 4 Jahren verstorben.

Der Kaffeetisch, der bei Familienfesten immer sehr gut gefüllt war, wird nun langsam aber sicher immer leere. Und mir wird bewusst, schon bald werde ich es es sein, der geht.

Aber das ist eigentlich nur ein Grund mehr, das Leben zu leben!
9 Kommentare

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Dienstag, Juni 29, 2010

  1. Rosenrot

    29.6.10

    Schwere Kost am Morgen, die ich da lesen muss, aber du hast natürlich recht! Seit dem mein Vater vor 2 Jahren gestorben ist, stehe ich dem Leben und dem Gelebten viel offener, bewusster und dankbarer gegenüber.
    Was macht es schon, wenn ein Tag auf der Arbeit scheiße war. Hauptsache ist, ich durfte diesen Tag überhaupt leben.

  1. SOLEILrouge

    29.6.10

    Lieber Dicker, jetzt sitze ich hier und heule... das gibt's manchmal, dass ein Wort, ein Gedanke reicht, um eine Schleuse zu öffnen... weil es mir nahe geht, was dir & deiner Familie innerhalb kurzer Zeit widerfahren ist!!! Du hast das sehr schön beschrieben... (mehr dazu per PN oder als Gedanken in meinem Blog, muss jetzt los!)
    Herzliche Grüße, SOLEILrouge :-)

  1. Beate

    29.6.10

    Wasin trauriger Post,auch bei uns wurde derr Tisch eine ganze Weile immer leerer, aber plötzlich wird er wieder voller . Schwiegertochter, Enkelkind und die Freundin des zweiten Sohnes Du siehst es ist ein kommen und gehen.
    Man darf sich nur keine Gedanken machen wer ist der nächste, vielleicht ich? Solche Gedanken schiebe von Dir, sonst kann man nicht mit Vergnügen leben.


    Zu Deiner Frage ich benutze Photo- Scape und da ich absoluter Nichtskönner bin was solche Dinge angeht bin ich im Moment gut damit bedient, weil ich KANN es.
    Ganz liebe Grüße und nicht so traurige Gedanken
    Beate

  1. NiCOLe

    29.6.10

    Mir wurde das auch immer wieder mal bewusst in der letzten Zeit, das ich mein halbes Leben schon gelebt habe. Ich habe Angst vor´m Tod. Was passiert dann? Sind wir dann einfach so weg? Geht es weiter? Ich hatte mal epileptische Anfälle und ich kann mich an die paar Sekunden nicht erinnern - ob diese Zeit einfach weg ist. Ist tot sein auch so? Puff, einfach weg?

  1. Der Dicke

    29.6.10

    Vielen Dank für die netten Kommentare!

    @SOLEILroge Also zum weinen wollte ich Dich nicht bringen... lass Dich mal drücken, das tröstet :)

    @Beate Ja, meine sechs Neffen und Nichten sind auch schon älter, aber da kommt (noch) nicht so viel dazu - leider. Und meine Tochter ist erst 7 :) Aber wird schon werden.

    @NICOLe (warum eigentlich das e klein?) Also ich denke es ist wie einschlafen ohne Traum. Und so schlimm ist einschlafen nicht. Du hast schon recht, der Gedanke "ich werde Sterben" sollte einem keine Angst machen oder einen belasten. Ich finde es aber ok, wenn man sich der Endlichkeit bewusst ist. Besser als "Vogelstrauß" und nicht daran denken...

  1. dat Bea

    29.6.10

    Ist es!

    Mein lieber Dicker, manchmal bekomme ich den Eindruck, dass du nach außen einen "Glas-halb-leer" Typ, obwohl in dir drin ein kleiner Optimist wohnt...
    Damit das nicht untergeht, hier noch meine Antwort zu deinem "traurigen Fazit eines Wochenendes": kannst du das Fazit nicht einfach rausnehmen? wenn du nicht nein gesagt hast, dann hast du halt nicht nein gesagt. Wenn du beim nächsten Mal lieber nein sagen würdest, dann tu es. Aber fang mal an, dich selbst so zun nehmen, wie du bist. Und "Fehler" sind da nicht schlimm, die machen menschlich. Und sympathisch. wenn du ernsthaft manche Dinge lassen möchtest, dann tu es. Es ist nicht wirklich wichtig, was andere dazu sagen (die sagen im Gegenteil im nachhinein vielleicht: Chapeau! natürlich nicht Dir!) Du möchtest Gewicht loswerden? Gut, daran musst du was aktiv "tun". Aber das geht auch mit kleinen Schritten. Dein Leben könnte morgen vorbei sein? Stimmt! Vielleicht aber auch nicht, und die Chance steht jeden Tag wieder 50:50. Nimm die guten 50 und lebe! Das heißt nicht, dass du allen Gelüsten nachgeben sollst, schon gar nicht, wenn es dir damit hinterher nicht gut geht.
    Aber probier den andern weg. Wenn es dir damit besser geht, geht der nächste Schritt um so leichter. Probiers, es lohnt sich! Schon, damit du in Ruhe die Kids deiner 7jährigen betüddeln kannst...

    Aufauf. Lieben Gruß!

  1. Der Dicke

    29.6.10

    @dat Bea Danke! Genau so etwas motivier (mich)! Und das meine ich ganz ehrlich.

  1. Anni

    30.6.10

    Hallo, ein ganz ganz schöner Post war das. Und hier auch noch der Einladungslink für Dshini.
    http://www.dshini.net/de/invitation/community/lp/pueppi87

    Liebste grüße
    Anni

  1. kreativberg

    30.6.10

    Ja, das Leben ist eigentlich was ganz eigenartiges... ich denke mir immer, wie klein ist doch ein einziges Menschenleben, wenn man mal die Gesamtbevölkerung der Erde betrachtet und dieses ständige "kommen und Gehen"... und doch, wenn jemand kommt/geht in der eigenen Familie oder im Freundeskreis so trifft es einen ganz plötzlich mitten ins Leben. Dein Post sagt so vieles. Danke.

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