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Hobby und Beruf


Hat man mich als Kind gefragt was ich später mal werden will, so war meine Antwort immer "Erfinder". Denn wie so viele kleine Jungs habe ich schon früh angefangen mit meiner LEGO-Eisenbahn und später Fischertechnik die verrücktesten Dinge zu bauen.

Ein Fahrstuhl mit elektronischer Steuerung und Türen die per Lichtschranke überwacht wurden war da so ein Highlight meiner "Erfindungen". Meine armen Wellensittiche Hoppsi, mussten diese Wunderwerke der Technik stets ausprobieren und durften so den Höhenunterschied vom Couch Tisch zum Fußboden überwinden. Gelockt mittels Hirsekolben hat er brav die Kabine betreten und auch nicht sehr protestiert als die Fahr losging. Nach einigen Versuchen schien er sogar großen gefallen zu haben, denn er krabbelte ganz von selbst in die kleine Kabine und wartete auf seine Freifahrt.

Später musste ich dann ernüchtert feststellen, dass es den Beruf "Erfinder" ala Daniel Düsentrieb so leider nicht gibt und deshalb habe ich mich dann für das Studium der Nachrichtentechnik entschieden und bin schließlich Ingenieure geworden. Obwohl ich immer wieder Probleme habe Ingenieure richtig zu schreiben ;)

Meine Hobbies sind, wie vielleicht nicht anders zu erwarten, ebenfalls sehr technisch geprägt. Videos mit dem Computer bearbeiten und Fotografieren (geht auch heutzutage nur noch mit Computern).

Als ich auf den Artikel von der Studenteleben zum Thema "Warum ich mein Hobby nicht zum Beruf mache" gestoßen bin hat mir das wieder ins Gedächtnis gerufen. So schreibt sie, dass sie Ihr Hobby - Nähen und Stricken - nicht zum Beruf machen möchte. Sicher hat sie mit Ihren Argumenten ein stück weit recht, aber ich könnte mir keinen schöneren Beruf als mein Hobby für mich vorstellen. Es ist nun sicher nicht so, dass ich dadurch, dass ich im beruflichen Alltag mit Computern, "Erfindungen" (zumindest etwas Kreativität) und Projekten zu tun habe dies mir im privaten Hobby-Umfeld keine Freude mehr bereitet. Es sind doch ganz andere Inhalte die sich dann privat darstellen, wenn auch mit ähnlichen Mitteln.

Um mich dann wirklich mal komplett abzulenken power ich mich in meinem Keller mit etwas Sport aus oder betätige mich in der Küche (nicht aber ohne vorher bei chefkoch.de vorbei zu schauen und dann doch alles anders zu machen ;) )

Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, wer sein Hobby zum Beruf macht hat die Chance eine gewisse Virtuosität im Beruf zu erlangen, weil das Feuer der Leidenschaft brennt.

Eigentlich eine wirklich spannende Frage. Hierzu eine kleine Umfrage! Wie seht Ihr das?
Ist es eine gute Idee Hobby und Beruf zu vereinen?
2 Kommentare

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Montag, Juli 20, 2009

  1. Anonym

    3.10.09

    Ich bin mit Leib und Seele Konstrukteur aus dem Sondermaschinenbau. Zuhause bau ich auch alles selber was geht. Ich forciere es zwar nicht aber ich gehe dem nicht aus dem Weg.

    Da ich mich in meinem Beruf auslassen kann ist mir das zuhause auch nicht mehr so wichtig und ich kann auch anderen Hobbys nachspühren.

    Ansonsten. Wenn man beides vereinen kann finde ich es als den besten Weg da man "ne Weile" arbeiten muss in unserer Gesellschaft bis vielleicht irgendwann der Ruhestand kommt.
    Toll wenn man da in seinem Hobby arbeiten kann. Bringt vielleicht nicht immer das Geld aber die Laune steht da bei mir im Vordergrund.

    Gruß

    Nachtelf

  1. Anonym

    18.9.13

    Also kann man leider kein Erfinder werden?! :( Find´ ich Schade!!

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Vielen Dank für den Kommentar!

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