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Surabaya


Da waren wir nun in Surabaya. Indonesiens zweitgrößte Stadt und der Sitz eines Teils meiner Familie. Eigentlich gibt es in Surabaya keine wirklichen touristischen Highlights zu entdecken.

Bei meinem aller ersten Besuch in Surabaya war ich geschockt. Besonders auf der Straße geht es hier chaotisch zu und ich wunder mich immer wieder, dass es keinen Toten gibt wenn wir unterwegs sind.
Autos halten die Spuren nicht wirklich ein, Motorräder fahren wie sie wollen. Zwei und sogar drei Personen - eine ganze Familie mit Kleinkind sind keine Seltenheit auf einem Moped. Auch als Transporter (z.B. für große Fernseher kunstvoll vom Beifahrer ausbalanciert) müssen die Mopeds herhalten. Daneben Fahrradt-Richas, Straßenreiger zu Fuß mit Karren.
Inzwischen bin ich gelassen, denn es passiert wirklich nichts. Steht man an einer Ampel drängeln sich von allen Seiten die Mopeds um einen herum. So warten die Autos bei grün ein paar Sekunden und schwupp-diewupp sind die Mopeds schon wieder in Bewegung. Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat ein faszinierendes Geschen.

Einen für Touristen empfehlenswerten Personennahverkehr gibt es nicht wirklich. Es gibt zwar Sammeltaxis - sog. Bemos, die man einfach an jeder Stelle anhalten kann, die habe ich aber noch nie benutzt. Zum Spaß bin ich mal Bejakt (Fahrradt-Richa) gefahren, aber mehr als einmal um den Block ist sowieso nicht drin. Für größere Strecken nimmt man das Auto bzw. ein Taxi.

Die indonesische Bevölerung zerfällt in zwei Gruppen: Einheimische (meist mit dunklerer Hautfarbe) und Chinesen. Die Chinesen gehören meist zur gehobenen Schicht und haben Geld und bestimmen zum großen teil die Wirtschaft. Die echten Indonesier kommen oft aus den Dörfern und sind häufig noch Analphabethen. Beide Bevölkerungssichten bleiben unter sich, wobei allgemein in Indonesien eine recht hohe Toleranz herrscht. Alle leben friedlich miteinander.

Man meidet in Indonesien die Sonne, wenn man es eben kann. Raus aus dem Haus und rein in das klimatisierte Auto mit dunklen, fast schon schwarz getönten Scheiben. Die Restaurants und Malls sind alle klimatisiert und schon aus diesem Grund ist eigentlich normale Kleidung - also lange Hose und Hemd oder T-Shirt - angeraten.

Ja hier haben wir den größten Teil unseres Urlaubs mit dem Besuch von Freunden und Verwandten verbracht.

Ach ja, auch hier habe ich ein Foto für SIM auf Weltreisen gemacht. Direkt am Wahrzeichen von Surabaya (Sura = Hai und Baya = Krokodil).
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Sonntag, April 05, 2009

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